Monatsrückblick September-Oktober 2023 – Online eher still, während Offline viel passiert

2. Dez 2023 | 0 Kommentare

Der September beginnt in Hamburg mit allerschönstem Sommerwetter. An manchen Tagen kann man es geradezu Hochsommer nennen. Ich genieße das sehr. Nach einem langen August ohne Kinderbetreuung freue ich mich außerdem auf den Beginn eines neuen Abschnitts für mich und das Kind. Ich bin voller Pläne, aber es kommt dann doch ein bisschen anders.

RYC®-inspired – Mein Gruppenkurs startet

In der ersten Septemberwoche geht es direkt los: sechs Wochen lang unterrichte ich Dienstagabend und Donnerstagvormittag einen Kurs. Es war zuvor von vielen Seiten her Interesse kundgetan, was sich schlussendlich leider nicht in den Buchungszahlen niederschlug. Ich wanke zwischen großer Freude über die zweimal zwei Teilnehmerinnen, die sich alle unglaublich schnell für den Kurs entschieden hatten und der Enttäuschung darüber, dass es nur zwei pro Termin sind.

Klartext: Finanziell ist es so ein Verlustgeschäft für mich. Aber die Rückmeldungen der Teilnehmerinnen sind mehr als befriedigend. Zu sehen, wie sie in relativ kurzer Zeit deutliche Veränderungen spüren und AHA-Erlebnisse haben, motiviert mich massiv. Und mein Tank füllt sich durch die Wertschätzung, die mir für meinen Einsatz entgegengebracht wird.

Wenn ich so eine Rückmeldung bekomme, bin ich richtig glücklich und zufrieden mit dem, was ich erreicht habe.

Im Januar 2024 startet die nächste Runde

Mit den Erfolgen und den schönen Rückmeldungen der Teilnehmerinnen im Kopf habe ich mich für eine weitere Runde von RYC®-inspired im Januar entschieden. Allerdings wird es nur einen Termin geben und der Kurs kommt erst zustande, wenn es mindestens vier Teilnehmerinnen gibt. Zu meiner großen Freude hat sich bereits jetzt eine der September-Teilnehmerinnen erneut angemeldet, das ist doch ein hervorragendes Zeichen.

Entscheide Dich doch jetzt schon dafür, im Januar mit etwas zu starten, was Deinem Körper und Beckenboden guttut. Bis zum 23. Dezember 2023 gibt es auch noch den Frühbucherrabatt. Wenn Du mehr über den Kurs erfahren willst, findest Du auf der RYC®-inspired Seite die Details. Und wenn noch Fragen offen sind, die ich nicht in den FAQ beantwortet habe, dann schreib mir einfach eine E-Mail. Ich freue mich darauf, Dich im Januar zu sehen!

Solche Testimonials speicher ich mir auch in meinem Gute-Laune-Ordner ab.

Ein neuer Lebensabschnitt beginn – Vorschule

Es ist zwar noch nicht Schule-Schule, aber eben Vorschule. Anstatt das letzte Jahr in den Kindergarten zu gehen, haben wir beschlossen, dass das Kind in die Vorschule wechselt. Das ist für alle Beteiligten eine Umstellung und zu Beginn weiß ich noch nicht genau, was uns damit auch an Emotionen und Verhaltensänderungen erwartet. Ich bin jedoch positiv-optimistisch, das Kind freut sich und bleibt dann auch gleich aus eigenem Entschluss am ersten Tag in der Nachmittagsbetreuung, ohne dass das eigentlich so geplant war.

Die Eingewöhnung an das neue Umfeld geschieht problemlos, wenn auch nicht spurlos. Aus einer kleinen Einrichtung mit weniger als 20 Kindern insgesamt kommend, sind plötzlich 23 Kids in einer Klasse ein merklicher Unterschied, vor allem im Lärmpegel. Auch das eingebettet sein in die gesamte Grundschule und dem dazugehörigen Gelände, ist eine merkliche Veränderung. Ein bisschen mehr kuscheln, regulieren und Erlebtes besprechen ist absolut im Rahmen dessen, was ich erwartet habe.

Wir nutzen das Privileg der angenehmen Fußnähe. Ganz bewusst bringe und hole ich das Kind bewusst zu Fuß und nicht Rad fahrend. Das gibt uns morgens die Gelegenheit in Ruhe in die Gänge zu kommen, zu reden und das Hirn schonmal ein bisschen warmlaufen zu lassen. Oder auf dem Rückweg im Gespräch den Tag zu verarbeiten. Manchmal auch Roboter zu spielen, Kastanien zu sammeln oder Autonummern zu entdecken. Meiner täglichen Schrittzahl tut dies auch sehr gut.

Alles zu viel – Contenterstellung lässt mich stolpern

Im August habe ich in Vorbereitung auf den RYC®-inspired Kurs sehr viel und regelmäßig auf LinkedIn gepostet. Um den Schwung zu halten und ein paar neue Impulse zu erhalten, starte ich Anfang September in der 30-tägigen Social-Media-Content-Challenge von Julian Heck. Jeden Tag gibt er morgens einen Impuls für einen Beitrag.

Während ich in den ersten paar Tagen noch zufällig passende Ideen zu seinen Impulsen und auch hinreichend Zeit zur Erstellung der Beiträge habe, bricht diese Konstellation nach einer halben Woche komplett zusammen. Mir fällt zu den Impulsen nichts ein, Tage voller Termine erlauben mir keine Ruhe und ehe ich gucken kann, ist eine Woche vergangen, ohne dass ich irgendwas gepostet habe.

Man muss dazu sagen, dass ich normalerweise den Beitrag nie erst am Tag der Veröffentlichung schreibe, sondern immer mindestens am Tag vorher, wenn nicht früher. Gerade bei fachlichen Beiträgen brauche ich auch manchmal mehr Zeit, um noch etwas zu recherchieren oder über Formulierungen zu schlafen.

Symptom vs. Ursache – ich entscheide mich für eine Pause

Sicher könnte ich von mehr Leichtigkeit und weniger Perfektionismus profitieren. Beides hat sich schon massiv verbessert, aber aus dem Ärmel schüttele ich das Ganze dennoch nicht. Genug Ideen sind immer da, aber die Eingrenzung und das auf den Punkt bringen, es kostet mich noch häufig zu viel Zeit und Energie.

Als mir klar wird, dass ich feststecke mit der Contenterstellung – auch gebloggt habe ich zu diesem Zeitpunkt schon einen Monat nicht mehr – gehe ich noch ein bisschen mehr in die Innenschau und stelle fest, dass das nur ein Symptom ist. Mich holen die Taktung und die Herausforderungen der letzten Wochen ein.

Mir wird bewusst, dass ich schon länger mit einer latenten Dauer-Erschöpfung herumlaufe. Schlafstörungen, Konzentrations- und Gedächtnisschwierigkeiten sind bereits seit einigen Monaten der vorherrschende Normalzustand. Bevor meine mentale Gesundheit massiv die Grätsche macht, beschließe ich bewusst, mir eine Pause für die Contenterstellung zu erlauben, anstatt sie einfach so mit unterschwellig schlechtem Gewissen geschehen zu lassen.

Offline tut sich was – “Ich glaube, ich habe eine neue Freundin!”

“Du musst unbedingt Viki kennenlernen,” sagt mir Jaqueline, die Besitzerin des kleinen Cafés neben unserem Karatedojo. Ich gehe dem nach, nehme Kontakt auf und kurze Zeit später sind wir dort verabredet. Noch nie sind zwei Stunden so schnell vergangen. Vier Tage später verquatschen wir fünf Stunden und es fühlt sich an, als ob wir einander schon ewig kennen. Ich habe in den nächsten Wochen ein ganz besonderes High-Gefühl. Das hatte ich schon lange nicht mehr.

Eine weitere Woche und einige WhatsApp Nachrichten später sage ich abends zu meinem Mann: “Das mag in unserem Alter komisch klingen, aber ich glaube, ich habe eine neue Freundin.” Während ich das sage, bekomme ich eine Sprachnachricht von Viki. Sie hatte gerade zu ihrem Mann das Gleiche gesagt. Mein Herz hüpft.

Nach den Jahren der Einsamkeit, erst durch Geburtsverletzung, dann durch Corona, und dem Fehlen von Freunden vor Ort, ist Viki kennenzulernen für mich eins der wertvollsten Geschenke seit langem. Nicht nur, weil ich überhaupt hier offline jemanden getroffen habe, mit dem ich mich verstehe, sondern weil sie ein ganz besonderer Mensch ist, wir sehr viel gemein haben und so vieles so unglaublich gut zwischen uns passt.

Das Studio 63 und die AhoiMamas – Ein Ankerplatz für Mütter

Viki leitet dass Studio 63 in Hamburg-Ottensen, ein Pilates-Studio, in dem auch die AhoiMamas ihr Zuhause haben. Zusammen mit ihrer Freundin Maike hat sie die AhoiMamas als Ankerplatz für Mütter gegründet. Verschiedene Sportangebote für in und nach der Schwangerschaft, Thementage, Beratung zum Stillen, Schlafen oder Stoffwindeln und auch eine Selbsthilfegruppe nach belastender Geburt – hier finden sich all die Angebote, die viele von uns Müttern vergeblich gesucht haben und doch so dringend brauchen.

Viki und ich tauschen uns über die Wochen tiefgreifend über Trainingsansätze, Beckenboden- und Bauchliebe aus und am Ende steht fest: Ich werde ab Januar 2024 die Themen Beckenboden und Core im Studio übernehmen. Zunächst werden wir mit einem Rückbildungskurs starten. Auch wenn ich den Begriff Rückbildung nicht mag (darüber sollte ich auch mal bloggen), so muss der Kurs wohl dennoch so benannt werden, um klarzumachen, an wen er sich wendet und was sein Inhalt beziehungsweise Zweck ist.

Ich bin sehr gespannt, was sich da noch alles tun wird. Wir haben viele Ideen, sowohl für Workshops als auch für Kurse. Diese werden sich an verschiedenen Lebensabschnitten und den darin bestehenden Herausforderung orientieren. Im Mittelpunkt steht jedoch immer die Core- & Beckenbodengesundheit. Neben dem entsprechenden Training gehört dazu immer auch das Aufklären von Mythen und Erklären von Zusammenhängen im Körper. So entsteht ein nachhaltiges Verständnis dafür, was Du im Alltag für Deinen Körper tun kannst, um gelassen aber stabil durch Dein Leben zu gehen.

Was im Monat 2023 sonst noch los war

  • Bei 30 Grad Celsius treffe ich ungefähr 20 ehemalige Mitschüler:innen anlässlich unseres 25-jährigen Abijubiläums. Ich halte bis 2 Uhr in der Früh durch, wir sind die ganze Zeit draußen und haben großen Spaß beim Wiedersehen.
  • Das RYC® Method Training beginnt und ich nehme als “returning teacher” teil. Meine Ausbilderin und Mentorin Lauren Ohayon entickelt sich und ihre Ausbildung ständig weiter. So kann ich in den nächsten Monaten meine Kenntnisse auffrischen, erweitern und die Anwedung neuer Werkzeuge lernen.
  • Das Kind besteht die Seepferdchenprüfung. Das kam dann doch überraschend schnell, nachdem im März Wasser noch ein äußerst schwieriges Thema war.

Wir feiern außerdem die zweite erfolgreiche Gürtelprüfung beim Karate. Es ist schön mitzuerleben, wie das Kind bei diesem Erfolgserlebnis gefühlt um einen Meter wächst.

Dank Karten von meiner Mutter, gehe ich zum ersten Mal in die Elbphilharmonie.

Mein Mann und ich lauschen einem Flötisten, der recht ordentlich flötet. Wir haben einen sehr feinen Date-Abend.

Anlässlich des 50. Hochzeitstages meiner Eltern fliegen wir gemeinsam mit ihnen und der Familie meines Bruders nach Zypern. Grandioser, wenn auch zu kurzer Urlaub, in dem das Kind kurz nach dem bestandenen Seepferdchen sogar im Meer badet.

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