Aimée Riecke

Stabilität für Deine Körpermitte

Mein Motto für das Jahr 2023: Ich gehe MEINEN Weg in MEINEM Tempo!

8. Jan 2023 | 8 Kommentare

Schon seit Anfang Dezember zerbrach ich mir den Kopf darüber, unter welches Motto ich das folgende Jahr stellen könnte. Seit ich das Workbook für die Jahresrückblog-Challenge in die Hand genommen und diesen Punkt dort gesehen hatte. Schon zum vorherigen Jahreswechsel trieb mich diese Frage um. In meinem Umfeld schien jeder ein Motto, eine Vision oder zumindest ziemlich genaue Ziele fürs neue Jahr vor Augen zu haben. Mir hingegen kam nichts dazu in den Sinn. Ich fing an, schon wieder mit mir zu hadern, ob ich diesen großen Rückblick überhaupt schreiben könnte. War mein Jahr überhaupt „verbloggenswert“? Und wie sollte ich ein zutreffendes Motto für 2023 finden?

Beim Bloggen kommt die Klarheit

Diesen Satz habe ich im vergangenen halben Jahr so häufig gehört und auch selbst immer wieder gesagt. Ich begann also trotz aller Zweifel meinen Jahresrückblick zu schreiben, Schritt für Schritt, über drei Wochen gestreckt. Und das, ohne von Anfang an genau zu wissen, was am Ende drin stehen würde.

Vermutlich denkst Du, das ist doch ganz normal. Ist es für die meisten wohl auch. Für mich ist es eine Herausforderung. In vielen Bereichen habe ich meinen inneren Perfektionisten schon ganz gut gezähmt, in anderen – beim Bloggen zum Beispiel – ist der Kampf häufig noch nicht entschieden. Sprich, ich tue mich schwer, Artikel zu schreiben, bei denen ich nicht zumindest schon den inhaltlichen Bogen schlagen kann und weiß, wo ich ungefähr lande.

Den eigenen Schritten trauen

Aber ich schrieb und schrieb und schrieb. Und mit jedem Abschnitt mehr kristallisierte sich heraus, dass mein Jahr 2022 immer wieder daraus bestanden hatte, meinen eigenen Weg zu finden, Dinge zu tun. Ich habe bei vielen Schritten auf Menschen gehört, die sich in ihrem Gebiet auskennen, Expertinnen sind und mir erzählt haben „wie es geht“.

Richtig voran gekommen bin ich dann doch nur, wenn ich auf mein Bauchgefühl gehört habe. Und zwar nicht auf das oberflächliche Bauchgefühl, welches von all den Erwartungshaltungen von außen und den Gedanken „das macht man aber so und so“ geprägt sind. Sondern das ganz tief innen drin sitzende. Diese Ur-Intuition, auf die zu hören richtig doll Angst macht. Bei der einem der eigene Kopf reingrätscht und hinterfragt, warum man sich jetzt herausnimmt, es vermeintlich besser wissen zu wollen, als all die Expertinnen da draußen. Die Intuition, die sich manchmal sogar richtig falsch anfühlt, weil es keinen angemessenen Referenzrahmen gibt.

Ich finde meinen Weg

So habe ich rückblickend das Jahr 2022 für mich betitelt. Denn darum ging es immer wieder: meinen Weg zu finden. Mit all der Stolperei, Erschöpfung, Zweifeln und vielen Umwegen, ich war die ganze Zeit auf der Suche nach den Wegen, die sich richtig für mich anfühlten. Auf denen zu gehen ich mich sicher fühlte. Nicht unwohl, nicht gehetzt, nicht orientierungslos, nicht so unglaublich verloren.

Das heißt nicht, dass ich meinen Weg bereits kenne. Aber die Orientierungslosigkeit ist anderer Natur, wenn ich meinen Weg selbst erforsche. Wenn ich aus eigenem Antrieb heraus mit Neugier und Interesse für die nächsten Schritte diese setze. Und eben nicht die Landkarte von anderen übernehme, bei denen die Wege deren sind. Bei denen sich mir der Sinn dieser Wege nicht erschließen mag, weil es einfach nicht meine sind.

Bewusstsein schaffen

2022 habe ich also viele Zeit mit dem Üben verbracht zu erkennen, dass die Wege auf denen ich ging, selten meine waren. Ich habe versucht mein Bewusstsein dafür zu schärfen, diese Erkenntnis nicht mit den Momenten zu verwechseln, in denen ich zwar auf MEINEM, aber dennoch einem falschen Weg war. Es gibt Fehler, die lohnt es sich zu machen. Dann war es vielleicht der falsche Weg, aber auf meiner Landkarte. Und ich kann auf dieser eine Sperrung für diese Abzweigung einzeichnen oder eine Warnung.

Je mehr ich meine Wege erforsche, umso mehr erfahre ich über sie. Kann festhalten, ob sie steil oder flach, glatt oder mit Geröll übersät sind. Ich kann notieren, ob sich auf diesem Weg eine Bank am See befindet, auf der ich Pausen einlegen kann. Ein guter Weg für solche Tage. Oder ich markiere mir die schwarzen Pisten, die ich nur an meinen stärksten Tagen angehe, wenn ich fit, ausgeschlafen und ausgeglichen bin. Das kann heute der falsche und morgen genau der richtige Abzweig für mich sein.

Ich gehe MEINEN Weg in MEINEM Tempo

Ich habe mich letztes Jahr viel von außen antreiben lassen, gehetzt und unter Druck gesetzt gefühlt. Ich habe nicht auf meine Grenzen gehört, bzw. häufig diese zwar gesehen, aber nicht als valide anerkannt. Ich bin in den nächsten besten Weg eingebogen, der mir von außen als der richtige nächste Schritt aufgezeigt wurde, weil ich das Gefühl hatte, schneller ans Ziel kommen zu müssen. An welches Ziel eigentlich? Auch die anvisierten Ziele waren meist nicht meine. Das konnte also nur schiefgehen.

Ich stelle 2023 also unter das Motto „Ich gehe MEINEN Weg in MEINEM Tempo“. Das kann bedeuten, dass ich einige Wege schneller, andere langsamer gehe. Es bedeutet aber vor allem, dass ich mich viel häufiger fragen werde, ob das eigentlich mein Weg ist, den ich da gerade einschlage.

Oder ob ich mir in einem Moment der Unachtsamkeit den Wanderschuh der Erwartungshaltung angezogen und mir die Landkarte von jemand anderem geschnappt habe. Unabhängig davon, ob diese Erwartungshaltung an mich nun direkt von außen kam oder ich sie mir ungünstigerweise zu eigen gemacht habe.

Ein Motto als Kompass für Kurskorrekturen

Es geht mir darum, mit diesem Motto einen Kompass zu haben, mir eine Leitplanke zu bauen, Wegweiser aufzustellen und Orientierungspunkte zu schaffen. Ich möchte achtsamer durch mein (Business-)Leben gehen, aufmerksamer meinen Standort ausfindig machen, um dann bewusst entscheiden zu können, welchen Weg ich einschlagen werde. Sei es, eine Weile durch die Altstadt zu bummeln, wenig Meile zu machen, dabei aber inspirierende Eindrücke zu sammeln oder mit wenig Blick für rechts und links über die Stadtautobahn zu düsen. Nicht jeder Tag ist für beides gemacht.

Mein Motto fungiert auch als Leuchtturm. Es steht in der Brandung und bleibt dort fest. Als Erinnerung, dass es okay ist, Dinge in anderem Tempo als andere zu machen, andere Wege zu gehen. Egal, welche Botschaften von außen auf mich hereinprasseln. Ich muss nicht noch einen Kurs, Coaching oder Training machen. Egal wie sehr mir von außen eine Dringlichkeit oder Knappheit suggeriert wird. Ich muss nicht bei allem mitmachen und vor allem nicht immer jetzt sofort.

Ich bin gespannt, wie ich im Dezember 2023 auf dieses Motto zurückblicken werde. Ob es mir dabei geholfen haben wird, auf meiner Landkarte zu bleiben. Ob das, was in meinem Training schon funktioniert, sich auch auf meine Businessentwicklung anwenden lässt. Oder zumindest, wie gut ich es hinbekomme. Ich freue mich auf jeden Fall darauf, diesen Weg, meinen Weg zu gehen, mal langsamer, mal schneller, in meinem Tempo und zu gucken, was ich dabei entdecke.

Gehst Du DEINEN Weg in DEINEM Tempo?

Wenn es um sportliche Betätigung geht, egal ob Beckenboden- oder anderes Training, dann wird uns sehr häufig etwas im Sinne von „so musst Du xxx machen, um yyy zu erreichen“ gesagt. Aber stimmt das wirklich? Es kommt wie so oft darauf an. Und worauf genau? Nun ja, es gibt natürlich bestimmte Übungen, die bestimmte Zwecke erfüllen und dementsprechend sinnvoll sind bei der Zielerreichung.

Aber es gibt für jedes Ziel unterschiedliche Übungen, die auf verschiedenste Weise ausgeführt werden, weil eben nicht jede Übung auf die gleiche Weise jeder Person zugänglich ist. Man kann variieren und modifizieren, Hilfsmittel benutzen und das Tempo ändern. Genau so gilt es herauszufinden, wie und wann Du am besten trainieren kannst. Und in welchen Momenten der eine Weg besser für Dich ist, als der andere.

Dein Weg zur stabilen Körpermitte und zum zuverlässigem Beckenboden

Genau das ist mein Bestreben, wenn ich mit Frauen zusammenarbeite, die ihre Körpermitte stabilisieren und Beckenboden trainieren wollen: Wir finden gemeinsam heraus, wie DEINE Wege aussehen. Wir zeichnen DEINE Landkarte und erforschen, wo es Hindernisse gibt und ob man sie mit passenden Ansätzen aus dem Weg schaffen kann. Oder ob wir noch andere Wege finden müssen, die gerade besser begehbar sind.

Möchtest Du Deinen Weg finden oder hast Fragen rund um die Themen Körpermitte, Inkontinenz und Beckenboden? Lass uns bei einem unverbindlichen Kennenlerngespräch herausfinden, ob und wie ich Dich auf Deiner Reise begleiten kann! Ich freue mich auf Dich!

8 Kommentare

  1. Liebe Aimée,

    danke für diesen tollen Artikel – das Motto spricht mich total an, weil ich es voll nachvollziehen kann – das von außen getrieben sein. Der vermeintlich richtige Weg der ANDEREN.

    Ich wünsche dir, dass du auf deiner Landkarte immer mal die Bank zum Ausruhen findest, wenn du sie brauchst – genauso wie die Stadtautobahn, wenn es sich mal gut anfühlt, das Gaspedal so richtig durchzutreten.

    Viele Grüße
    Danielle

    Antworten
    • Liebe Danielle,
      ach, es ist immer schön, wenn man mit seinen Gedankengängen verstanden wird.
      Herzlichen Dank für Dein liebes Feedback!
      Liebe Grüße
      Aimée

      Antworten
  2. Liebe Aimée, I feel you! Ich verstehe genau, was du meinst! Dieses rasant schnelle und fordernde Online-Business nimmt keine Rücksicht auf den eigenen Rhythmus und eigene Befindlichkeiten. Ständig ist man in einem Sog, allem hinterherzuhecheln und ist stets getrieben von FOMO, der Fear of Missing Out. Nie ist es genug und man hat immerzu ein schlechtes Gewissen, weil es doch nie genug ist, was man schafft.

    Du hast dein Motto wirklich klug gewählt. Sei achtsam mit dir und deinen Ressourcen. Damit kommst du weiter, denn es gilt schließlich einen Marathon zu bestehen und keinen kurzen Sprint.

    Viele Grüße
    Kerstin

    Antworten
    • Liebe Kerstin,
      das böse FOMO ist wirklich ein kleiner Fiesling und wird ja gern an allen Ecken und Enden gefüttert.
      Was bei all dem immer ignoriert wird, ist, dass eben nicht jeder die gleichen 24 Stunden hat und das auch okay so ist.
      Ich danke Dir also sehr für Deine Bestätigung und damit Rückenstärkung, ist immer gut zu wissen, dass man nicht alleine diese Herausforderungen hat.
      Liebe Grüße
      Aimée

      Antworten
  3. Liebe Aimée,
    weißt du, dass eine meiner Mottoideen „I do it my way“ ist? Ich muss dir nicht sagen, wie sehr ich dich verstehe, nicht wahr? Tolles Motto und SO verständlich nach all dem Grummeln und Suchen in 2022.

    Ich bin sehr gespannt, wie es bei dir in deinem Tempo weitergeht.

    Ganz liebe Grüße
    Silke

    Antworten
    • Liebe Silke,
      ich freue mich so, dass Du mich auf meinem Weg begleitest und bestärkst.
      Dich in meinem Leben zu haben, ist eine große Bereicherung!

      Liebe Grüße
      Aimée

      Antworten
  4. Danke! Ich kann mich deinem Motto nur anschließen.

    Antworten
    • Das freut mich, Sonja! 🙂

      Antworten

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Moin, ich bin Aimée, Trainerin für Core-Stabilität und Beckenboden-Gesundheit. Ich zeige Dir mit sanftem Ganzkörpertraining und Körperwissen, wie Du wieder mehr Sicherheit und Stabilität in Deine Körpermitte bringst. Hier erfährst Du noch mehr über mich.

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